Die fünf Wandlungsphasen in der Chinesischen Medizin

Eine der Grundlagen der Chinesischen Medizin und auch des Shiatsu ist die Theorie der fünf Wandlungsphasen. Sie entstand aus der Beobachtung der Natur und ihrer Zyklen. Die fünf Wandlungsphasen sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser und den verschiedenen Jahreszeiten zugeordnet.

In diesem Artikel werde ich besonders auf die Wandlungsphase Wasser eingehen, die mit der aktuellen Jahreszeit Winter verbunden ist.

In dieser aktuellen Wandlungsphase geht es um das Bewahren unserer Energien und Ressourcen. Es ist keine Jahreszeit der überflüssigen Aktivitäten.

Im Winter zieht sich die Natur zurück. Dies ist die Voraussetzung, um sich mit neuer Kraft den Aufgaben und Erfordernissen des Frühjahres widmen zu können.

Auch viele Menschen haben zu dieser Jahreszeit das Bedürfnis, es sich eher zuhause gemütlich zu machen als auszugehen.

Der Winter ist die kälteste Jahreszeit und das dem Wasserelement zugeordnete Klima ist die Kälte. Mit warmer Kleidung und wärmender Nahrung sollten wir versuchen, die Kälte nicht tief in den Körper eindringen zu lassen.

Wie kann die Chinesische Medizin und Akupunktur unterstützen?

Bei Behandlungen in der Praxis wende ich jetzt öfter Moxibustion – die Wärmetherapie – an. Dabei benutze ich getrocknetes Beifußkraut in unterschiedlicher Form, je nachdem ob ich einzelne Akupunkturpunkte oder größere Körperbereiche wie den Rücken erwärmen möchte.

Die Organe die mit dieser Wandlungsphase verbunden sind, sind Blase und Niere. Wenn wir uns kalt fühlen oder auch nur kalte Füße haben ist der Harndrang bei vielen Menschen größer.
In der chinesischen Medizin ist die Niere der Sitz der Lebensenergie, bzw. der uns von unseren Eltern vererbten Konstitution.

Durch Schröpfen auf den dazugehörigen Akupunkturpunkten wird die Nierenenergie gewärmt und gestärkt. Dabei werden Schröpfgläser immer wieder erwärmt und in gleichmäßigem Rhythmus auf Punkte am unteren Rücken aufgesetzt.

Shiatsu Massage ist vom  vom Ursprung her eine vorbeugende Behandlungsmethode. Im Winter angewandt kann sie die Abwehrkräfte stärken, Energien beleben und in verspannten Körperteilen wieder in Fluss bringen.

Welche Ernährung wird empfohlen?

Warme Mahlzeiten wärmen den Körper und bieten Schutz vor Kälte. Rohkost, Salate und Südfrüchte wirken jetzt zu stark kühlend und sollten in der kalten Jahreszeit nicht zu häufig verzehrt werden, besonders wenn sowieso eine Neigung zum Frieren gegeben ist. Stattdessen kann morgens schon geröstetes und gekochtes Getreide z.B. Hirse gegessen werden. Eintöpfe, mit Hülsenfrüchten, die lange gekocht werden, sind ebenfalls empfehlenswert.
Gewürze wie Zimt, Nelken und Piment haben eine energetisch wärmende Wirkung und sind traditionell Bestandteil der meisten Weihnachtsbäckereien.

Der Geschmack des Wasserelementes ist salzig. Lebensmittel, die das Wasserelement stärken sind z.B. Meeresfrüchte wie Algen, Muscheln und Seefische so wie viele Hülsenfrüchte.

Bewahren der Energien in der kalten Jahreszeit